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Vortragsveranstaltung zum Stand der Initiative

Am 13.11.2019 veranstaltete der Förderverein Mahn- und Gedenkstätte
Polizeigefängnis Herne e. V. einen Informations- und Vortragsabend. Zunächst berichteten Rolf Dymel und Norbert Arndt über den Sachstand der Initiative.

Steigende Mitgliederzahlen und Fördergelder

Unsere Initiative erfährt ihre wichtigste Unterstützung durch die Menschen, die sich ihr anschließen. Unter der wachsenden Zahl der Mitglieder sind unter anderem die Tochter des in diesem Gefängnis 1936 inhaftierten ehemaligen Oberbürgermeisters Robert Brauner. Das jüngste Mitglied ist die Urenkelin des ebenfalls von den Nazis verfolgten Herner Sozialdemokraten Karl Wolmeyer.

Von großer Bedeutung für unsere Initiative ist auch die Förderung aus öffentlichen Mitteln. Die Bezirksregierung Arnsberg hat bereits unseren Antrag auf eine Zuwendung als Heimat-Scheck in Höhe von 2.000,00 € aus dem Landesförderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt. Ein weiterer Förderantrag liegt bei der NRW-Stiftung vor.

Ausstellung muss verschoben werden

Die geplante temporäre Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Polizeigefängnisses sollte bereits im vergangenen November eröffnet werden, eine ansprechende Konzeption war vom Historiker Ralf Piorr entwickelt worden, auch erforderliche Vorarbeiten wurden bereits geleistet. Eine technische Anfrage hinsichtlich der Stromversorgung führte dazu, dass die Polizei eine grundsätzliche Anfrage an den Gebäudeeigentümer, den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW richtete. Dieser machte dann Sicherheitsbedenken bezüglich der Verkehrssicherung und des Brandschutzes geltend. Für die öffentliche Zugänglichkeit müssten seitens des BLB NRW höhere Investitionen getätigt werden, die entsprechend der mit dem geplanten Umzug der Polizei ab 2022 verfolgten „Desinvestitionsstrategie für das Gebäude“ wegen der wirtschaftlichen Ausrichtung dieses Landesunternehmens nicht erfolgen könnten.

Eine Klärung in dieser Angelegenheit muss daher unter Einbeziehung des Bochumer Polizeipräsidenten und des Oberbürgermeisters der Stadt Herne noch herbeigeführt werden. Daher werden die Vorsitzenden des Förderkreises einen Brief an den Bochumer Polizeipräsidenten, Herrn Lukat schreiben.

Vortragsveranstaltungen

Vortragsveranstaltungen mit den folgenden Referenten sind derzeit in Planung: Dr. Daniel Schmidt, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen und Dr. Stefan Klemp, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund.

Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben

Über den bisherigen Forschungsstand zum Polizeigefangnis berichteten Ralf Piorr und Flemming Menges. Gegen den „Geist der neuen, demokratischen Polizei“ wie er im 1929 errichteten Herner Polizeiamt seinen Ausdruck fand wurde anhand einiger Fallbeispiele die Entwicklung der Herner Polizei zum Terrorinstrument der Nationalsozialisten nachvollzogen.

Im Infobrief unserer Initiative vom Dezember 2019 können sie Weiteres lesen.

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